Good Shepherd Academy

Trotz den sehr hohen Schulkosten sind die Bedingungen in den Schulen nicht optimal.

Die Kinder werden willkürlich geschlagen und suspendiert. Aufgrund der weiten Entfernung müssen die Kinder das Haus schon sehr früh verlassen und haben keine Möglichkeit zu frühstücken.Ihre erste Mahlzeit bekommen sie am Abend, wenn sie von der Schule zurückkommen.Die Schulwege sind lang und gefährlich.Viel zu große Klassen von um die 600 Schülern erschweren das Lernen.

Um dieser Situation entgegenzuwirken, möchte Sister Jane nun die Good Shepherd Academy gründen. Das Land dafür wurde vor zwei Jahren gekauft und begradigt. Dieses Jahr soll mit dem Bau des Internats begonnen werden.
• Waisenkinder und Kinder aus armen Familien werden die Schule kostenlos oder gegen ein sehr geringes Schulgeld besuchen. Dies eröffnet auch weniger privilegierten Kindern die Hoffnung auf eine finanziell abgesicherte Zukunft.
• Kleine Klassenräume, sowie Tische und Stühle für alle bieten optimale Lernvoraussetzungen
• Schuluniformen und Schulbücher werden gestellt, es wird also keine willkürlichen Suspendierungen geben
• Es gibt eine Mädchenquote um deren frühen Schulabbruch entgegenzuwirken • Sexualkundeunterricht, in dem die Kinder über Schwangerschaft, Verhütung und AIDS informiert werden.

Schwerpunkt Landwirtschaft

Neben den allgemeinen Schulfächern werden die Kinder auch Unterricht in der Agrarwirtschaft bekommen. Dieser besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil lernen die Kinder, wie man effektiv Landwirtschaft betreibt. Sie lernen viel über den Anbau von verschiedenen Pflanzen und über die optimale Haltung und Versorgung von Tieren, um ihren Gewinn zu maximieren. Außerdem wird gezeigt, wie man den potentiellen Gewinn geschickt investiert, um ein Kapitalwachstum zu erzielen.
Im praktischen Teil lernen sie, dieses Wissen anzuwenden. Die Schule ist von Plantagen umgeben und besitzt Fischteiche und eine Hühnerzucht. Die Schüler und verschiedene Angestellte bewirtschaften diese und sichern so das Einkommen der Schule nach dem Vorbild des Good Shepherd Waisenhauses. Ab 2021 soll sich die Schule komplett Selbstfinanzieren können. Der Unterricht in der Agrarwirtschaft soll der hohen Arbeitslosigkeit entgegenwirken. Kamerun hat eine Arbeitslosenrate von 30%. Ein hochwertiger Abschluss erhöht zwar die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, ist aber noch lange keine Garantie auf eine Anstellung. Universitätsabsolventen , die so viel Geld in ihre Ausbildung investiert haben, sind gezwungen als Taxifahrer zu arbeiten, da sie keine Stelle in ihrem Fachgebiet finden.

Die Absolventen der Good Shepherd Academy haben das Wissen, um sich Selbständig zu machen, sollte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessern. Die Landwirtschaftlichen Produkte Kameruns sind nicht nur im Land sehr gefragt, sondern machen auch knapp 30% des Bruttoinlandsproduktes aus. Kaffee, Kakao, Bananen, Palmöl und Kautschuk tragen 80% der Exporterlöse des Landes bei.

Sister Jane besichtigt das Schulland
Sister Jane besichtigt das Schulland