Nach mehr als 3 Jahren wurde die Good Shepherd Academy am 5.November.2016 eröffnet. Sie soll den Kindern des Waisenhauses, sowie vielen weiteren Kindern einen sicheren Platz zum lernen bieten. Es handelt sich um ein Internat, dass sich nach dem Vorbild des Good Shepherd Homes selbst versorgen soll. Finanziert wurde es von Ersparnissen des Waisenhauses und Spenden aus den USA. Auch Smile for me e.V. hat einen kleinen Beitrag zur Fertigstellung des Gebäudes geleistet.

Ashley kam mit 12 Jahren in das Good Shepherd Waisenhaus. Im März 2016 war sie das erste "Good Shepherd Kind" das heiratete. Sie wurde in der kleinen Kirche im Haus getraut Wir freuen uns sehr für das glückliche Paar. 

Weitere Bilder finden Sie auf Sister Janes Facebook Seite.

3 neue Familienmitglieder

Willkommen in Batibo
Willkommen in Batibo

Wir freuen uns 3 neue Mitglieder in der Good Shepherd Familie willkommen zu heißen. Die Kinder sind aus Batibo. Ihr Vater starb im letzten Jahr, ihre Mutter 4 Monate später. Die Älteste ist 12 und sicherte das Einkommen für ihre zwei jüngeren Geschwister. Sie erzählte uns sehr berührende Geschichten. Sie musste die Schule abbrechen um für ihre kleinen Geschwister zu sorgen. Dies tat sie, indem sie Kräuter auf dem Markt verkaufte und Besen reinigte. Ich habe noch nie so etwas gesehen. Sie ist so ein mutiges Kind. Sie erzählte uns, dass ihre Mutter in ihren Armen starb. Wenn sie nach der Arbeit alle Kräuter verkauft hatte grub sie ein Loch und versteckte das Geld dort. Als ihre Mutter krank war, war es dieses Geld, dass ihrer Mutter den Krankenhausaufenthalt finanzierte.Sie bezahlte die Rechnungen und so weiter...Wir danken Sister Mary Lawrence dass sie die Kinder in unserer Good Shepherd Familie in Batibo aufgenommen hat.

Ebube

Bei unserem letzten Besuch hatten wir Luftballons für die Kinder dabei.
Ebube und sein hübscher Hut

Ebubes Mutter wollte ihn abtreiben. Sie nahm verschiedene Drogen, jedoch funktionierte es nicht. Nach seiner Geburt wollte sie ihn daher in einem Eimer aussetzen. Ein junger Mann sah sie und fragte, was sich in dem Eimer befindet. Als sich heraus stellte, dass es ein Baby war, nahm er ihn ihr weg und brachte den kleinen Jungen nach Good Shepherd. Anfangs war er sehr schwächlich und krank. Ebube entwickelte sich sehr langsam und lernte erst spät sprechen und laufen. Inzwischen hat er seine Altersgenossen jedoch eingeholt und gehört zu den fleißigsten Schülern in seiner Klasse. Später möchte er gerne Arzt oder Bäcker werden. Dank Sister Jane hat er überlebt und nun eine strahlende Zukunft vor sich

John

John
John

John kam mit 2 Jahren in das Good Shepherd Waisenhaus. Man fand ihn ausgesetzt vor einer Radiostation. Die Besitzer des Senders brachten ihn nach Good Shepherd, nachdem sie lange nach seinen Eltern gesucht hatten, sich jedoch keiner bei ihnen meldete. Anfangs war er sehr schüchtern. Er hat kaum gelacht, wollte nicht essen und nicht schlafen. Aber schon am dritten Tag spielte er ausgelassen mit den anderen Kindern und zeigte uns sein schönstes Lächeln. Sein bester Freund ist Promise. Mit ihm zusammen besucht er nun die erste Klasse.

Maureen

Maureen
Maureen

Sister Marylawrence und die größeren Kinder trafen Maureen und ihre Mutter bei der Arbeit auf einer der vielen Farmen von Good Shepherd. Ihre Mutter leidet an einer psychischen Störung und hat ihrem Baby Dreck und Müll gefüttert. Zunächst wollte man Mutter und Tochter mit nach Good Shepherd nehmen, doch die Mutter weigerte sich schließlich und schickte nur ihre Tochter mit zu Sister Jane. Die ersten 2 Wochen schied Maureen immer wieder Würmer aus, als folge der schlechten Ernährung. Es ging ihr jedoch schon bald besser und man konnte sehen, wie sie aufblühte. Maureen ist ein schüchternes Mädchen, sie liebt es zu kuscheln und zu küssen, am liebsten mit ihren älteren Geschwistern.

Pamela Grace unser Wunderkind

Pamela Grace und Foethna
Pamela Grace und Foethna

Pamela Grace oder auch Pam Pam,
wurde in einem Koffer, neben einer Kirche ausgesetzt.
Sie verbrachte zwei Tage in diesem Koffer ohne dass ihr Beachtung geschenkt wurde, trotz regem Treiben aufgrund der Weihnachtsfeiertage.
Am 26.Dezember.2014 öffnete eine Frau schließlich den Koffer, da sie Kleiderspenden darin vermutete.
Umso größer war ihre Überraschung als sie ein kleines, mageres Mädchen darin entdeckte.
Pam Pam wurde sofort zu Sister Jane gebracht und wie bei fast allen Babys war in den ersten Wochen nicht klar ob dieser kleine Engel es schaffen wird.

Doch nun, ein knappes Jahr später, lächelt sie mit ihren süßen Pausbacken in die Kamera.

Das kleine Mädchen, dass ihr erstes Weihnachten in einem Koffer verbringen musste, erfreut sich bester Gesundheit. Und wenn sie wüsste was für eine Feier sie dieses Jahr erwartet würde sie noch viel breiter Grinsen.

Und immer wieder Sonntags...

Nunus und Mariann
Nunus und Mariann

Fünf Uhr morgens. Mein Wecker klingelt. Ich fluche, drehe mich um und schlafe weiter. Drei Minuten später klingelt er wieder. Hinsetzen, grunzen, fluchen, umdrehen, schlafen. Ich wiederhole das Prozedere, bis es schließlich zwanzig nach fünf, und damit wirklich Zeit zum Aufstehen, ist. Nunus ist drei und noch unmotivierter, an einem Sonntag so früh aufzustehen. Schnell mache ich mich fertig und nehme die verschlafene Maus huckepack. Jetzt nichts wie los zum Haupthaus.
Ich öffne die Tür, fünf Babys sind im Urlaub, bleiben also nur noch sieben. Nunus ist inzwischen hellwach. Sie hilft mir, das Wasser zum baden warm zu machen und rennt dann los, um ihren Zwillingsbruder Benjamin aus dem Jungshaus zu holen. Er ist jetzt nämlich schon ein richtiger Mann, zumindest fast, und deshalb darf er manchmal bei den großen im Bett schlafen.
Es ist schon zehn vor sechs und die Babys zwischen sechs Monaten und drei Jahren liegen immer noch im Bett. Dafür ist Jacky, unser Hausaffe, inzwischen wach und tyrannisiert die großen Mädchen, die im Wohnzimmer schon dabei sind, die "ganz kleinen" zu baden. Sechs Babys sind es inzwischen. Katja Felix ist erst vor wenigen Tagen angekommen, nachdem ihre Mutter bei der Geburt verstorben war, wurde sie einen Tag später zu Mama Jane in das Good Shepherd Waisenhaus gebracht. Jetzt weint die Kleine, weil Jacky in seinem Spieldrang auf sie gesprungen ist. Sister Benedict ruft Jacky zu sich, Bridget beruhigt das Baby, für eine Sekunde herrscht Ordnung in unserem verrückten Haushalt, mit 150 Kindern im Alter zwischen einem Tag und 26 Jahren.
Inzwischen ist das Wasser warm. Vier der Babys schauen mich verschlafen an, die anderen haben sich ein Beispiel an mir genommen und sich noch einmal umgedreht. Zusammen mit Aishadu , mache ich die Babys für den Gottesdienst fertig. Blessing wäscht draußen die dreckige Wäsche der Kleinen per Hand auf einem Stein. Nach drei Monaten Übung kann ich das auch und die Wäsche ist sogar sauber, zumindest manchmal.  Es herrscht reges Treiben.
Mama Jane, die Gründerin und Leiterin des Good Shepherd Waisenhauses, begrüßt ihre Schützlinge, organisiert den Verkauf der Hühner und bereitet den Besuch eines Pastors vor, der den heutigen Gottesdienst leiten soll.  
Drei weitere Ordensschwestern helfen bei den täglichen Arbeiten im Haus. Die kleinen Kinder fegen den Hof, die Großen, die gestern nach einer Woche Farmarbeit wieder gekommen sind, waschen ihre Wäsche. Es wird gekocht und gewischt. Die Jungs füttern die Hühner und tragen 50 bis 100 Kilo Säcke Futter von Lager in die großen selbstgebauten Hütten, die als Hühnerstall fungieren. Dieses Jahr haben wir 15000 Hühner. Sie sichern zusammen mit dem Farmland den größten Teil desUnterhalts in Good Shepherd. Wir geben den Kleinen das Frühstück und helfen denen, die noch nicht so gut alleine essen können. Mund abwischen, Zimmer ordnen, Schüsseln auswaschen.
Es ist kurz nach um neun, schon wieder spät dran, in knapp einer Stunde beginnt der Gottesdienst. Johnny und Frankbel; zwei der großen Jungs, helfen mir den Raum zu wischen.  Jetzt schnell duschen und mein Sonntagskleid anziehen.
Von meinem Fenster aus höre ich die Kinder singen, der Gottesdienst hat angefangen. Schnell helfe ich Nunus in ihre Schuhe bevor ich in meine schlüpfe.  Schließlich erreichen wir die Kirche, nur wenige Sekunden bevor der Pastor eintritt, wir Atmen tief durch. 

Aber nächsten Sonntag sind wir wirklich pünktlich :)